Unser Einsatz für den Erhalt und die Stärkung der Realschulen geht weiter!

Nur 7.500 Unterschriften fehlten! Sonst wäre der Volksantrag des Verband der Realschullehrer (RLV) durchgegangen. Insgesamt 40.000 Stimmen hätten es sein sollen.

Thema: „Einführung einer verbindlichen Grundschulempfehlung auch für Realschulen“. Eine Aktion, die wir vom Liberalen Mittelstand begrüßen. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer haben unterschrieben und Karin Broszat (RLV-Landesvorsitzende) und ihr Team unterstützt.

LIM-Generalsekretärin Nicole Rauscher kommentiert: 

„Dass der Volksantrag nicht die nötige Zahl erreicht hat, heißt nicht, dass das Thema erledigt ist. Im Gegenteil: Die Resonanz zeigt, wie viele Menschen sich eine klare und faire Struktur im Übergang von der Grundschule wünschen – und wie sehr sie der Entwicklung der letzten Jahre misstrauen.

Es wurde zudem berichtet, dass Unterschriften mancherorts nicht weitergeleitet wurden – nicht aus mangelnder Zustimmung, sondern weil ungeklärt war, wer die Portokosten tragen sollte. Auch das zeigt, wie viele Hürden dieses Verfahren hatte und wie wenig praktikabel es derzeit ausgestaltet ist.

Realschule ist Herz der Fachkräftesicherung

Wir können nicht weiter ausblenden, was an den Schulen passiert: Immer heterogenere Klassen, immer weniger Orientierung, immer mehr Belastung für Lehrkräfte – und am Ende Betriebe, die ausgleichen sollen, was das System nicht mehr leisten kann.

Die Realschule ist nicht irgendeine Schulart. Sie ist das Herz unserer Fachkräftesicherung. Wenn sie geschwächt wird, trifft das zuerst die Kinder – und unmittelbar danach den Mittelstand, der längst am Limit ausbildet und nachqualifiziert.

Ich sehe es als unsere Aufgabe, dieses Thema weiter sichtbar zu machen. Nicht gegen jemanden, sondern für die Kinder, für die Lehrkräfte und für unsere Unternehmen. Baden-Württemberg braucht wieder Klarheit, Verlässlichkeit und eine Politik, die den Mut hat, Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Landtag muss Signal des Volksantrags erst nehmen

Diese 32.500 Stimmen dürfen nicht leise verhallen. Stattdessen erwarten wir, dass die Botschaft, die dahinter steht, verstanden wird – und der Landtag dieses Signal ernst nimmt: Baden-Württemberg braucht wieder klare Übergänge,stabile Schulstrukturen und eine Bildungspolitik, die sich an den Bedürfnissen der Kinder und der Betriebe orientiert – nicht an ideologischen Modellen. 

Jetzt ist der Moment für eine Kurskorrektur. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, verlieren wir eine ganze Generation an Orientierung, Qualität und Chancen. Denn nichts zu tun hieße, den Mittelstand im Stich zu lassen – und das wäre politisch wie gesellschaftlich unverantwortlich.“

Nicole Rauscher, LIM-Generalsekretärin

TIPP: Unser aktuelles Positionspapier zum Thema finden Sie HIER zum Lesen, Downloaden und Weitergeben.

(FOTO: LIM-Diskussion zur Zukunft der Realschulen in Kornwestheim, November 25)

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