Minijobs müssen erhalten bleiben – die flexible Beschäftigung hilft den mittelständischen Betrieben

AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG (24. August 2026)

Holger Höfs, Landesvorsitzender des Liberalen Mittelstands: „Rentenreform muss an anderen Stellen ansetzen“

Stuttgart. Die Rentenkommission will die bisherige Minijob-Regelung weitestgehend abschaffen. Die Beschäftigten müssten dann auch in Renten-, Kranken- und Pflegekasse einzahlen. Nur Schüler sollen weiterhin davon profitieren, monatlich bis zu 603 Euro abgabenfrei zu verdienen. Nach der Sommerpause sollen die Empfehlungen in die Gesetzgebung zur Rentenreform einfliessen.

Holger Höfs, der Landesvorsitzende des Liberalen Mittelstands (LIM), warnt: „Das mögliche Ende hätte gravierende Folgen für kleine und mittelständische Betriebe im Handel, Gastgewerbe, Tourismus, der Logistikbranche und bei Dienstleistern. Personalengpässe sind vorprogrammiert.“ Es ärgert ihn, dass die Politik erneut Veränderungen auf den Weg bringen will, die ohne Rücksprache mit dem Mittelstand erarbeitet wurden.

„Bei den Minijobs geht die Bundesregierung von falschen Grundlagen aus. Denn der Grossteil der so Beschäftigten macht den Job nebenher und verfügt über eine Haupttätigkeit, die sozialversicherungspflichtig ist.“ Auch wer in Ausbildung ist oder studiert, sei bereits sozial abgesichert und befinde sich nicht in einer Schutzlücke.

Minijobs sind für den Liberalen Mittelstand ein Erfolgsmodell und sorgen für die dringend benötigte Flexibilität im Arbeitsmarkt. Davon profitieren die Arbeitgeber, etwa bei Saisonspitzen, aber auch die Minijobber, die stundenweise einen Zusatzverdienst erzielen. Viele der rund 6,8 Mio. Beschäftigten entscheiden sich bewusst viele für diese Arbeit.

„Wir haben den Verdacht, dass jeder Strohhalm im Arbeitsmarkt gegriffen wird, der etwas mehr Geld in die klamme Rentenkasse bringen könnte“, sagt Holger Höfs. „Es wäre viel sinnvoller, die Ausgabenpolitik ständig zu überprüfen. Hier gibt es im Arbeits- und Sozialressort Förderprogramme und Massnahmen, die Steuermittel verschlingen, deren Erfolge aber fragwürdig sind.“

Bundesregierung enttäuscht

Auch für den LIM Baden-Württemberg haben sich die Hoffnungen auf eine neue Bundesregierung, die „Wirtschaft first“ ernst nimmt, nicht erfüllt. „Während die SPD nur nach höheren Steuern strebt und ihr Kernklientel ignoriert, hat sich die CDU vom Mittelstand verabschiedet, obwohl mit Friedrich Merz ein Mann mit Wirtschaftserfahrung Kanzler ist“, bedauert Holger Höfs.

„Minijobs funktionieren hervorragend im Mittelstand. Wer diese Struktur auflösen will, stützt nicht das Rentensystem, sondern schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Unternehmerinnen und Unternehmer im Mittelstand brauchen mehr Freiheit und Flexibilität. Der Liberale Mittelstand Baden-Württemberg appelliert an die Bundesregierung: Keine Veränderungen in der Minijob-Regelung!

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