Blamabel – ein Betrieb will wachsen. Und darf erst mal 36.000 Euro zahlen!

Wie Bürokratie, Verwaltung-Starrsinn und eine Vielzahl an Vorgaben einen mittelständischen Handwerksbetrieb belastet. Statt Gebäudeaufstockung und Schaffung von Arbeitsplätzen geht es erst mal in die Mühlen der Bürokratie bei Stadt und beim Landkreis – und in einen Schweinestall!

Unser stellv. Landesvorsitzende Peter Körber bringt einen Fall an die Öffentlichkeit, der exemplarisch für zig ähnliche Vorgänge im Land steht und zeigt, was schiefläuft bei uns.

Das sind die Fakten: Die Zimmerei Müller in Schnittlingen (Landkreis Göppingen) will erweitern und hat alles vorbereitet. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag im Jahr 2024 gerne zu.

36.000 Euro – für Bürokratie statt für den Betrieb

Doch statt Planungssicherheit beginnt ein Bürokratie-Marathon: Auf den Bebauungsplan folgen Änderungen des Flächennutzungsplans in dem Gewerbegebiet. Außerdem Umweltgutachten, Geruchsgutachten, Lärmuntersuchungen und weitere Nachweise. Die Folge: Sehr viel zeitlicher Aufwand für den Handwerksbetrieb, viel Papierkram – und bislang Kosten von rund 36.000 Euro!

Fast zwei Jahre später ist noch nichts passiert. Besonders absurd: Ein wesentlicher Auslöser der Untersuchungen war die mögliche Geruchsbelastung durch einen benachbarten Schweinestall – der seit Jahren aber leer steht.

Peter Körber lebt im Landkreis Göppingen

Peter Körber kommentiert: „Das ist für mich kein funktionierender Mittelstandsschutz. Natürlich müssen Einwendungen von Bürgern und Nachbarn ernst genommen werden. Natürlich brauchen wir Umwelt-, Lärm- und Immissionsschutz. Aber Verhältnismäßigkeit muss ebenfalls ein Grundsatz unseres Rechtsstaates sein.“

Wenn ein Handwerksbetrieb zehntausende Euro für Gutachten und Planungsverfahren ausgeben müsse, bevor er überhaupt investieren und seinen Betrieb weiterentwickeln könne, laufe etwas gewaltig schief.

„Wir reden ständig über Fachkräftemangel, Wirtschaftswachstum und die Stärkung des ländlichen Raums. Dann dürfen wir diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen, ausbilden, Steuern zahlen und vor Ort investieren wollen, nicht in Bürokratie ersticken.“

CDU in der Landesregierung sollte reagieren

Die Bürokratie-Posse um die Zimmerei trägt sich in einem Wahlkreis zu, der prominent von der CDU vertreten wird: durch Verkehrsministerin Nicole Razavi, bis 2026 Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, und den CDU-Bundestagsabgeordneten Hermann Färber, selbst Landwirt. Ist es nicht die CDU, die sich für Mittelstand und Handwerk stark macht – zumindest auf den Podien.

Als stellvertretender Landesvorsitzender des Liberalen Mittelstands Baden-Württemberg fordert Peter Körber deshalb:

  • schnellere und verbindlichere Genehmigungsverfahren
  • weniger Doppel- und Mehrfachprüfungen
  • konsequente Anwendung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes
  • mehr Ermessensspielraum und Verantwortung vor Ort
  • endlich echte Planungssicherheit für Handwerk und Mittelstand

Unser Mittelstand braucht keine Sonntagsreden. Er braucht Entscheidungen, weniger Bürokratie, mehr Vertrauen. Peter Körber hat im aktuellen Fall einen Leserbrief geschrieben. Er wurde Anfang August 2026 in der Regionalzeitung veröffentlicht:

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